Erstelle die perfekte Kick aus mehreren Samples

Vielleicht ist es dir auch schon so gegangen: Du suchst stundenlang all deine Kick Samples durch auf der Suche nach der ultimativen Kick die deinem Track den fetten Sound verleiht, der die Massen auf den Tanzflächen zum ausrasten bringt. Du findest mehrere Kicks die interessant klingen, aber der einen fehlt der richtige Klang und der anderen der fette Bass, den man förmlich spürt.

Wenn du diese Probleme kennst, solltest du diesen Artikel unbedingt lesen, denn wahrscheinlich kannst du mit dieser Technik dein Problem lösen.

Wie kann ich mehrere Kick Samples layern?

Am besten startest du damit, dass du dir mehrere Samples suchst, die sich gegenseitig gut ergänzen. Also zum Beispiel eine Kick die einen fetten Bass hat und eine zweite Kick bei der der Transient besonders gut heraus kommt. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten wie du dir deine Kicks zusammenstellen und layern kannst.

1. Layering anhand der Frequenzen

Du kannst die Kicks so layern, dass die unterschiedlichen Kicks unterschiedliche Teile des Frequenzspektrums abdecken. Dies ist wohl die geläufigste Art Kicks zu layern. Meist wird hier eine Bottom Kick für die tiefen Frequenzen und eine Top Kick für die hohen Frequenzen verwendet. 

Die klare Trennung zwischen den Frequenzen erreichst du, in dem du z.B. auf einer Kick einen Low-Cut-Filter setzt und auf der anderen Kick einen High-Cut-Filter mit der gleichen Frequenz. Wenn du gleich 3 Kicks layern willst, kannst du in Ableton einfach einen EQ3 verwenden und für jede Kick nur eines der Frequenzbänder aktivieren.

2. Mehrere Kicks hintereinander im Zeitverlauf anhand der Envelope (ADSR)

Du kannst auch mehrere Kicks hintereinander im Zeitverlauf zu einer verschmelzen. Dabei nimmst du z.B. von einer Kick den Transienten, der die Attack der Envelope darstellt und von einer anderen Kick den Rest. 

Du könntest es sogar noch weiter treiben und mehrere Kicks hintereinander anordnen. Pass aber auf, dass diese immer noch ein klanglich gleiches Bild ergeben und die Übergänge fließend sind. 

3. Fettere Kick durch Kombination mehrerer Oktaven (Tonhöhe)

Du kannst eine Kick auch mit einer noch tieferen Sub-Kick layern oder mit einer höheren Kick kombinieren. So kannst du der Kick noch mehr Präsenz verleihen und sie noch fetter machen. 

Hierbei solltest du aber beachten, dass du am besten Oktaven nimmst (z.B. auf G0, G1 und G2 gestimmte Kick). Wenn du die Kicks auf zu kleine Intervalle (z.B. Dreiklang) stimmst, kann es sein, dass sich diese in den niedrigen Frequenzen schlagen. 

Sehen wir uns das gemeinsam anhand eines Beispiels an...

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Hol dir das Projekt für Ableton Live!

Du kannst dir das Projekt aus dem Video hier herunterladen und selbst damit experimentieren.

Was solltest du beachten, wenn du Kicks layerst?

Damit dein Track nachher durch eine fettere Kick besser klingt und gleichzeitig aber auch noch alle anderen Instrumente und die Vocals gut zur Geltung kommen, solltest du bei dieser Technik jedoch folgendes beachten:

  • Achte darauf, dass die Transienten beider Kicks exakt übereinstimmen. Andernfalls kann es zu einem Flamming kommen, d.h. beide Transienten sind kurz nacheinander zu hören und deine Kick verliert viel an Wirkung.
  • Je mehr du die Kick über das gesamte Frequenzspektrum verteilst, desto weniger bleibt für die restlichen Instrumente und Vocals übrig. Achte darauf, dass sich die Kick nicht nur alleine gut anhören muss, sondern auch im Kontext deines ganzen Tracks.
  • Entscheide dich, ob du in deinem Track eine Sub-Kick oder einen Sub-Bass verwenden willst. Beides wirst du in den tiefen Frequenzen nicht unterbringen und am Ende verliert dein ganzer Track an Energie. 
  • Nachdem du die Kicks gelayert hast, solltest du sie mit gemeinsamen Audio-Effekten bearbeiten, um diese zu einer gemeinsamen Kick zusammen zu schmelzen. Dazu eignet sich ein Bus-Kompressor, wie zum Beispiel der Glue Compressor in Ableton Live, aber auch Effekte wie der Saturator.
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